Storchentagebuch 2021

Auf dieser Seite veröffentlichen wir die eMails der Storchenbeauftragten Frau Heidi Källner. Sie berichtet in regelmäßigen Abständen, was sich auf und über den Oettinger Dächern so ereignet.

Störche Röttgerhaus

Die Stadt Oettingen i.Bay. bedankt sich recht herzlich bei Frau Heidi Källner für ihr unbezahlbares Engagement in Sachen Störche, die einzigartigen Fotos und für ihre regelmäßige Berichterstattung. Auf diese Weise können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger die Storchen-Geschichten sowie die Entwicklung der Jungvögel nachverfolgen. Vielen Dank!

 

 

eMail vom 15.09.2021

Zum Abschluss des Storchenjahres erreichte uns nachfolgende Nachlese von Frau Heidi Källner.

 

2021 - den Störchen auf der Spur. Kleine Rundreise durch das Nördlinger Ries

Mit den Störchen kommt auch der Frühling, wenn dann die Frühlingsgefühle auch noch „verrückt“ spielen, ja dann wird geturnt, geklappert und gefeiert. Das Wetter spielt dabei keine Rolle.

 

Es war ein Auf und ein Ab im Leben der Glücksbringer. Das regenreiche Frühjahr hat manche Brut vernichtet. Und dennoch gab es viele lichte Momente. Haben sich doch einige Neuansiedlungen gut etabliert und auch erfolgreich gebrütet.

 

Der jüngste Nördlinger, der von der Neuansiedlung auf der Grundschule am Weinmarkt im dritten Horst, auch er hat es geschafft.

 

Mitte August: Hotel Mama ist geschlossen, ja und dann geht es ab in den Süden . . .

Wenn es Abend wird und die Natur zur Ruhe kommt, dann sind wahrlich auch ganz besondere Erlebnisse ein Glücksfall für den stillen Beobachter*in.

Ein junger Schwarzstorch zwischen neugierigen Weißstörchen - respektvolle Begegnung und sachte Annäherung auf dem OettingerSchwarzstorchKirchendach. Ein Waldstorch auf einem Hausdach, das ist eine grandiose Seltenheit. Das ist auch ein Zeichen, dass die gemeinsame Reise in den Süden, der Aufbruch kurz bevorsteht.

 

21 Glücksbringer – EIN Schwarzstorch und 20 Weißstörche zur Nachtruhe gemeinsam auf dem Oettinger Kirchendach.

 

 

 

Ein kurzer Überblick von den letztendlich flügge gewordenen Jungstörchen im Nördlinger Ries:

 

Das Storchenjahr 2021

17 Ortschaften im Nördlinger Ries - 113 junge Störche die flügge geworden sind.

 

Alerheim 2 JSt – Auhausen 1 JSt – Bühl 4 JSt – Deiningen 2 JSt – Ebermergen 1 JSt – Harburg 3 JSt – Holzkirchen 2 JSt – Löpsingen 3 JSt aus 2 Nestern – Möttingen 3 JSt – Munningen 2 JSt – Nördlingen 5 JSt aus 3 Nestern – Oettingen 70 JSt aus 32 Nestern - Pfäfflingen 3 JSt – Reimlingen 2 JSt – Rudelstetten 3 JSt aus 2 Nestern – Wemding 1 JSt – Wörnitzostheim 6 JSt aus 2 Nestern -

 

70 Jungstörche in Oettingen + 43 in den übrigen Ortschaften.

 

Oettingen 32 Nester – Nördlingen 3 Nester – Löpsingen 2 Nester – Rudelstetten 2 Nester  – Wörnitzostheim 2 Nester.

 

Je EIN Nest in:

Alerheim – Auhausen – Bühl – Deiningen – Ebermergen – Harburg – Holzkirchen – Möttingen – Munningen - Pfäfflingen – Reimlingen – Wemding

 

Kurze Rückblende und Neuansiedlungen:

 

Wörnitzostheim, aus dem Traditionsnest:  - AW674 – geschlüpft 2016 in Langenau, er wurde am 7.3. 2021 verletzt auf den Wiesen der Bühler Mulde eingefangen.

 

Ein zweites Storchenpaar hat sich für diesen Sommer in Wörnitzostheim niedergelassen und häuslich eingerichtet. Drei Jungstörche sind in diesem Nest flügge geworden.

 

Löpsingen, auch hier gibt es Neuigkeiten: Ein zweites Storchenpaar hat sich dort auf einem Strommast häuslich eingerichtet und mit Erfolg gebrütet. Ein Küken wurde hier flügge. Das HP trägt die Ring Nr. A8M89, der Partner ist unberingt.

 

Rudelstetten – ein zweites Storchenpaar auch für Rudelstetten. Zwei Küken sind geschlüpft, eines hat den nasskalten Frühling  überlebt und wurde tatsächlich flügge. Das HP: A9M12 und ein unberingter Partner.

 

Ebermergen – auf einem Strommast Ring Nr. A5L50 von einem Elternstorch. Wunderbar,  dass auch dort wieder mal ein Paar für Nachwuchs gesorgt hat. Die Nisthilfe auf dem Pfarrhaus sollte es nicht sein. Wie man ja inzwischen weiß: Störche haben ihren eigenen Kopf.

 

Neuansiedlung mit Bruterfolg in Reimlingen.  Zwei Küken leben dort oben auf dem Kamin vom „Schwarzen Kreuz“ inmitten von Reimlingen.

2020 hat ein ringloses Paar den Nestbau begonnen. 2021 - trägt die Störchin die Nr. A5L91 – der männliche Glücksbringer ist nicht beringt.

 

Holzkirchen 30. März - auf dem Feuerwehrgerätehaus. Heuer hat sich dort oben ein Pärchen gemütlich eingerichtet und für Nachwuchs gesorgt. A5L33 ist der weibliche Glücksbringer gekennzeichnet. Ihr Partner ist inkognito unterwegs.

Im letzten und auch vorletzten Jahr wurde dieses Nest wieder vorzeitig ohne Bruterfolg verlassen.

 

Wemding  Juni 2021: Einzelkind - ein Ei - ein totes Geschwisterle  - ähnlich geschehen in Auhausen und manch anderem Horst ohne Möglichkeit für den Einblick.

 

Nördlingen:

Neuansiedlung auf der Grundschule am Weinmarkt mit Bruterfolg von DREI jungen Störchlein.

Die FÜNF – die beiden Altstörche und ihre DREI Küken -  auf dem Kamin der Grundschule Mitte über dem Weinmarkt haben sich ihre Bleibe als neue „Bürger“ von Nördlingen gemütlich eingerichtet. Der lange Kamin bietet hervorragend Platz für die ganze Familie. Der freie Blick aus dieser Höhe in die Umgebung und auch ins Städtle ist perfekt für die Glücksbringer.

Für diese städtische Schule ist der „bewohnte“ Kamin der ideale  Eyecatcher. Für die Schulkinder ganz bestimmt ein ganz besonderes Erlebnis, für die Nördlinger Bürger ein willkommenes Ereignis. Ja und auch für die Touristen bei ihren Stadtführungen am Maria Holl Brunnen, da ist das Geklapper aus der Höhe eine fröhliche Unterbrechung.

 

Im Alter von etwa drei Wochen wurden zwei Junge aus diesem Nest von den Eltern spontan „entsorgt“. Ein Jungstorch durfte hier flügge werden.

 

 

Die unendliche Geschichte über der Nördlinger Dachlandschaft.

 

Die Geschichte der Vertriebenen vom fertigen Nest auf dem „Sturm Haus“ muss hier auch noch kurz erwähnt werden. Ihr nächster Favorit war / ist das „Hohe Haus“. Immer wieder aufs Neue versuchen sie hier zu bauen und zu werkeln. Im nächsten Jahr wird sich dieses Paar wieder und immer wieder einen Bauplatz in angemessener Höhe aussuchen und das wilde Bauen beginnt von vorne.

Kann es ein Kamin sein? Ein hoher Giebel? Vielleicht ein Baum? Hoch muss es sein, der freie Blick sowieso. Leben, das emsige Treiben im Städtle wollen die großen Schreitvögel beobachten und vermutlich auch genießen. Eine geeignete Nisthilfe gibt es nicht - aber jede Menge Schornsteine. Also bauen wir wild so wie es uns gefällt. Und so nimmt diese unendliche Geschichte weiter ihren Lauf.

 

Im April 2021 - Nester aus dem Nichts - von heute auf morgen sind sie fix und fertig - ohne Bauplan und ohne Hilfe.

Jetzt beginnt die stille Phase, das Schlüpfen und Staunen, das Bewahren und Behüten - jetzt darf der Mensch hier oben nicht mehr eingreifen, nicht kontrollieren und auf keinen Fall abräumen.

Viele Nester habe ich gezählt, große und kleine Gelege - manches Nest wird sicher auch leer bleiben - Übung macht den Meister, und aus dem Spiel wird irgendwann dann ernst.

 

Oettingen, die kleine romantische Stadt, sie überrascht mich immer wieder. Da wohnen die Glücksbringer still und zufrieden. Sie füttern, brüten, legen - oder machen gar nichts, rein gar nichts. Tatsächlich wird auch manches Heim nur als Rückzugsort und Schlafplatz genutzt. So ändern sich die Zahlen der Nester mal nach oben und auch nach unten.

 

Besondere Nester, kunstvoll und spektakulär, die müssen hier noch erwähnt werden: Ein mutiges Paar – A4M28/ und ein unberingter Partner - mit kreativem,  architektonischem Können hat auf einer alten Scheune zwischen Efeu und wildem Wein ein wahres Kunstwerk als trautes Heim erschaffen. Es brütet fleißig, den erhabenen Blick über die eilenden Bürger der UmgebungApotheke 28.03.2021 gerichtet. DREI Jungstörche sind hier flügge geworden.

 

Zwischen spitzen Eisenzacken und Storchen Abwehrdach.

Ein Nachzügler unter den Oettinger Jungstörchen, er wohnt auf der Apotheke über der Schloßstrasse  zwischen spitzen Eisenzacken und Storchen Abwehrdach. Sein Zuhause ist absolut das genialste Bauwerk aller Zeiten.

Glücksbringer sind die besten Baumeister, überwinden jedes Hindernis. Sie brauchen keinen Bauplan und auch keinen Architekten.

Ein Elternteil trägt die Ring Nr. AH828 – der Partner ist nicht beringt.

Mein Lieblingsnest auf dem runden Giebel der VHS, die Glücksbringer haben es auch heuer wieder geschafft. Ohne mit der Wimper zu zucken am äußersten Rand auf der VHS mit Blick in die Pfarrgasse und dem Blick nach oben zum Jakobsturm - ein ganz besonders schwieriges Bauwerk ohne Nisthilfe. Aber sie haben es geschafft, und das mit Bruterfolg.

 

Das Nest im Kastanienbaum beim Heimatmuseum, versteckt zwischen Blüten und Blättern, hier wurden VIER  Jungstörche flügge. Die Verästelung rings um das natürliche Zuhause in dieser Höhe bedeutete für einen jungen Glücksbringer leider ein tragisches Ende. Mit Hilfe der Feuerwehr wurde er aus seiner misslichen Lage befreit und letztendlich durch einen Tierarzt von seinem Leid von offenen Wunden / Brüchen sanft erlöst.

 

Auf einem Strommast zwischen Andreaskreuzen und vielen Stromleitungen:  Der jüngste Oettinger Glücksbringer, er wohnt tatsächlich auf einem total mit Storchenabweisern bestückten Strommast. Auch dieser späte Nachzügler, der Jüngste Oettinger, er hat seinen ersten Ausflug ohne Blessuren vorbildlich geschafft.

 

Juli 2021, im Ries liegt das Paradies . . .

Viele, sehr viele Störche flogen ein – und es wurden immer mehr. „Tatort“ war hier im Nördlinger Ries.

Ein Pärchen mit schwarzen, glänzenden Federn, rot umrandeten Augen und sehr rotem Schnabel - Schwarzstörche zwischen den Weißstörchen. Meist leben sie im Verborgenen in nicht zu dichten Laubmischwäldern. Lichtungen, kleine Tümpel und auch Teiche sind ihr idealer Lebensraum.

 

Zum Schluss noch Worte der traurigen Geschehnisse:

Wörnitzostheim: - AW674 – geschlüpft 2016 in Langenau, er wurde am 7.3. 2021 verletzt auf den Wiesen der Bühler Mulde eingefangen. Jetzt lebt er im Tierpark in Nürnberg, wird dort gehegt und gepflegt.

Bühl und seine VIER Jungstörche, die ersten Ausflüge wurden wunderbar geschafft. Das langsame und neugierige Schreiten über die Landstraße wurde einem Jungstorch zum Verhängnis, nahm ein tödliches Ende.

Oettingen: Zwei Jungstörche konnten unbeschadet eingefangen und auf der bekannten Futterwiese „ausgesetzt“ werden. Für drei weitere junge Glücksbringer war der Gang über die Regenbogenbrücke die Erlösung von ihrem Schmerz.

 

Das war es dann für dieses Jahr. Freud und Leid, Glück und Unglück, alles scheint  so nah beieinander. Der Herbst zieht über das Land, es wird wieder ruhig, still und stumm über der Dachlandschaft von Nördlingen – Oettingen -  und überall . . .

 

Autorin: Heidi Källner

 

 

 

 

eMail vom 14.08.2021 

 

Liebe Storchenfreunde,

 

Schwarzstorchzur guten Nacht noch eine Fotoserie von meiner Begegnung heute am Abend in Oettingen. Was fürSchwarzstorch ein tolles Erlebnis – Schwarzstorch und Weißstörche zur Nachtruhe gemeinsam auf dem Oettinger Kirchendach. Zusammen waren es 21 Glücksbringer.

Oettingen ist tatsächlich die absolute Storchenstadt – für mich auf alle Fälle.

 

 

 

Herzliche Grüße

Heidi Källner

 

 

eMail vom 05.08.2021

 

Das Storchenjahr 2021

17 Ortschaften im Nördlinger Ries mit zusammen 113 junge Störche die flügge geworden sind.

Alerheim 2 JSt – Auhausen 1 JSt – Bühl 4 JSt – Deiningen 2 JSt – Ebermergen 1 JSt – Harburg 3 JSt – Holzkirchen 2 JSt – Löpsingen 3 JSt aus 2 Nestern – Möttingen 3 JSt – Munningen 2 JSt – Nördlingen 5 JSt aus 3 Nestern – Oettingen 70 JSt aus 32 Nestern - Pfäfflingen 3 JSt – Reimlingen 2 JSt – Rudelstetten 3 JSt aus 2 Nestern – Wemding 1 JSt – Wörnitzostheim 6 JSt aus 2 Nestern - 70 Jungstörche in Oettingen + 43 in den übrigen Ortschaften.

 

Oettingen 32 Nester – Nördlingen 3 Nester – Löpsingen 2 Nester – Rudelstetten 2 Nester  – Wörnitzostheim 2 Nester.

Je EIN Nest in: Alerheim – Auhausen – Bühl – Deiningen – Ebermergen – Harburg – Holzkirchen – Möttingen – Munningen - Pfäfflingen – Reimlingen – Wemding

 

Zu Oettingen muss noch gesagt werden, dass 68 junge Störche bisher den Abflug / Rundflug gewagt haben.  Wogegen einer von den 70 sich noch nicht so richtig traut - Apotheke vorne über der Schloßstrasse. Ja und letztendlich ein totaler Nachzügler noch nicht mal in den Startlöchern steht – Sudetenstrasse 1.

 

Herzliche Grüße

Heidi Källner

 

 

 

 

 

eMail vom 29. Juli 2021:

 

Ein trauriger Tag, dieser Donnerstag. Traurige Ereignisse machen uns das Leben schwer. Traurige Bilder erzählen ihre eigenen Geschichten.

Darüber schreiben - soll ich? Oder soll ich nicht? Lange habe ich darüber nachgedacht.

 

 

Grossansicht in neuem Fenster: hängender StorchEin Storch hängt eingeklemmt kopfüber im Baum am Entengraben – so die Nachricht per Telefon. Nun, vielleicht kann er sich noch selbst befreien – wird schon nicht so schlimm sein. Also auf nach Oettingen. 

Grossansicht in neuem Fenster: Rettungsaktion Storch

 

Das Nest im Kastanienbaum auf dem Parkplatz beim Heimatmuseum. Meine Kamera . . . sie hat den armen jungen Glücksbringer schnell entdeckt. Hier kann nur die Feuerwehr die Rettung sein.

Herzlichen Dank an diese freundlichen, fleißigen und mutigen Floriansjünger der Oettinger Freiwilligen Feuerwehr. Es ist nicht so einfach inmitten einer verzweigten Baumkrone eine Rettung zu vollbringen.

 

 

 

Großen Respekt und herzlichen Dank für alle Hilfe, jeden Einsatz – sei es bei der Beringung oder sei es bei mancher Rettung so wie es heute eine war. Allzeit sind sie bereit – DANKE. 

 

Das traurige Ende darf und will ich nicht verschweigen. Ein offener Bruch am Fuß über den vier Zehen zeigte der Tierarzt in Oettingen. Hier war keine Rettung mehr möglich – der Gang über die Regenbogenbrücke eine Gnade.

 

Ja das war tatsächlich für diesen Jungstorch eine Gnade. Wer weiß wie viele Stunden sein Sterben dort oben in der Baumkrone ohne Rettung noch gedauert hätte.

 

Traurige Grüße

Heidi Källner

 

 

eMail vom 21.07.2021

 

Guten Abend liebe Storchenfreunde,

 

so kann man sich täuschen – der jüngste Oettinger Glücksbringer, der wohnt nicht auf dem genialen Bauwerk auf der Apotheke. Heute habe ich ihn tatsächlich zum allerersten Mal entdeckt. Das muss ich leider gestehen. Immer wieder war ich dort vor Ort. MeinStorch erster Gang – mein erster Blick durch Oettingen führte mich immer zur Sudetenstrasse, galt immer dem total von Storchenabweisern bestückten Strommast.

 

Die Altstörche waren selten dort oben zwischen den Andreaskreuzen, ein Küken habe ich nie entdeckt. Aber heute, heute endlich stand es da in voller „Größe“. Nun denn, von Größe kann man hier noch nicht sprechen. Aber immerhin, es lebt und scheint gut im Futter, wie man ein wohlgenährtes „Baby“ nennen mag.

 

Eigentlich waren es in meiner Bilanz in Oettingen bis gestern 31 Nester mit Bruterfolg für zusammen 69 flügge gewordene Jungstörche. Wenn dieses kleine Wesen noch eine Weile von den Eltern verwöhnt wird, ja dann ändert sich hier noch einmal die Zahl. Also haben wir noch etwas Geduld und hoffen das Allerbeste für diesen jungen Nachzügler.

 

Fröhliche Grüße

Heidi Källner

 

PS: Bis heute waren es drei Jungstörche die unsere Hilfe brauchten: Einfangen – Einpacken – u.a. auswildern.

 

 

 

eMail vom 16.07.2021

 

Oettingen am 16. Juli 2021,Storch

 

Auf der VHS Nest Nr. 3, da leben die Drillinge, warten geduldig auf das passende Flugwetter.

A3Y35 - es juckt im Gefieder, "ich will, ich kann, ich muss hier mal raus" . . . so oder ähnlich wird es wohl gewesen sein - und ab geht die Post. Doch leider nicht hoch genug, nicht weit genug. Landung auf dem Schloßplatz, das war nicht ausgemacht. Aber immerhin, es hat geklappt ohne Sturz und ohne Verletzung.

 

Einfangen - Einpacken - Einladen für die Fahrt gen Futterwiese entlang der Wörnitz. "Danke ihr fleißigen Helferlein", ob er sich dessen bewusst ist???

 

 

 

eMail vom 10.07.2021

 

69 Jungstörche

 

69 – das ist die Zahl der jungen Störche auf den Dächern über Oettingen. Alle werden so nach und nach flügge, drehen ihre Kreise über der romantischen Fürstenstadt.

Nicht immer klappt so eine kurze Reise, manchmal fehlt der Auftrieb durch die lauen Winde. Noch sind diese kurzen Ausflüge auf unsicheren Schwingen und Beinen. Die Landung, die Rückkehr ins eigene Nest, das ist tatsächlich gar nicht so einfach.

 

Heute ist es wieder so geschehen – A3Y39 – dieser junge, beringte Glücksbringer stand hilflos im Hofgarten. Abwarten – kann er fliegen? Kann er laufen? . . . Fliegen, ja das wäre noch möglich. Der Start auf zwei Beinen, das ging nicht mehr.

 

Auf zum Tierarzt, das war die einzige Lösung – danach in eine Auffangstation. Aber dazu kam es nicht mehr. Die Diagnose war nicht gut, sanftes Einschläfern, der Gang über die Regenbogenbrücke . . .

 

A3Y39 ist / war einer der VIER Jugendlichen auf dem Kamin der Pfarrgasse Nr. 7

Das war der dritte junge Storch in diesem Jahr. Zwei wurden sanft eingefangen und auf die bekannte Futterwiese gebracht. A3Y39, sein Ausflug ist leider nicht so gut ausgegangen . . .

 

Traurige Grüße

Heidi Källner

 

 

 

 

eMail vom 07.07.2021

 

Guten Abend liebe Storchenfreunde,

 

Zwischen spitzen Eisenzacken und Storchen Abwehrdach aus Blech.

 

  1. Juli 2021 - der jüngste und kleinste Oettinger - er wohnt auf der Apotheke über der Schloßstrasse - sein Zuhause ist absolut das genialste Bauwerk aller Zeiten, zwischen spitzen Eisenzacken und Storchen Abwehrdach.

Glücksbringer sind die besten Baumeister, überwinden jedes Hindernis. Sie brauchen keinen Bauplan und auch keinen Architekten.

 

Bild links war am 28. März 2021 – Bild rechts ist von heute.

 

 

Apotheke 28.03.2021   Apotheke Juli 2021

 

Herzliche Grüße und einen erholsamen Abend

Heidi Källner

 

 

 

 

eMail vom 16.06.2021

 

Liebe Storchenfreunde, 

hier habe ich für Sie den heutigen Stand/die Zahl der Oettinger Storchennester. Hier wurde mit Erfolg gebrütet. Alles andere gibt es nicht mehr, wurde auch nicht gebrütet wie z.B. Ledergasse 1 und auch Manggasse 3.

 

1. Baywa
2. Georg Friedrich Steinmeyerstr 1
3. Georg Friedrich Steinmeyerstr 3
4. Georg Friedrich Steinmeyerstr 5
5. PrinzBau Nest 1
6. PrinzBau Nest 2
7. PrinzBau Nest 3
8. Dekanat
9. Pfarrgasse 7
10. Pfarrgasse 11 Nest 1
11. Pfarrgasse 11 Nest 2
12. Pfarrgasse 15 Kamin
13. Pfarrgasse 16 Mast
14. Klosterplatz 1 Mast
15. Klosterplatz 6 Kamin
16. Baum Entengraben Parkplatz
17. Scheune Entengraben
18. Sudetenstr 1 Mast
19. Gartengasse extra Mast
20. Gartengasse Mast mit Abweiser
21. Manggasse 25
22. Apotheke Tradition
23. Apotheke Kamin mit Abweiser Spitzdach
24. Röttger
25. Schloßstr 2
26. VHS vorne zu Schloßstrasse
27. VHS zweites Nest
28. VHS drittes Nest
29. VHS Giebel zur Pfarrgasse
30. Hofgarten Mast
31. Grafenfeld Mast

 

 

 

eMail vom 23.05.2021

 

Ein fröhliches Pfingstfest liebe Storchenfreunde,

 

hier ein paar Einblicke in zwei Nester auf der VHS in Oettingen – vier Nester hatten ein Gelege und jetzt auch Bruterfolg. In der Georg Friedrich-Steinmeyer-Strasse sind die Nester auf der Haus Nr. 1 und auch Haus Nr. 3 ohne Bruterfolg verlassen. Auf der Haus Nr. 5 kann ich zwei Küken entdecken – Bild 906.

 

Das Nest auf dem Strommast im Hofgarten ist heuer wieder besetzt (im letzten Jahr nicht). Auch dort ist Bruterfolg zu erkennen.

 

Die beiden Nester in der Manggasse – auf dem Giebel wird noch gebrütet, auf dem Kamin dagegen wird gefüttert.

 

Ob auf dem Kamin „Zwinger Nr. 5“ noch was wird? Auf alle Fälle sitzt dort ständig ein Altstorch – Bilder 535/833

 

Auch auf dem „Abweiser“ Nest auf der Apotheke geschieht etwas. Man wird sehen – ich werde weiter beobachten - Bild 897.

 

So ändert sich der Oettinger Storchenwanderweg beinahe täglich.

 

Manche Bilder sind nicht scharf, meine Kamera zu weit weg vom Ziel. Hier die Bildergalerie

 

Nachtrag: die Stadt der Störche und auch der Abweiser. Auf dem Giebel vom Dekanat steht jetzt der neueste Storchenabweiser.

Auf dem Prinzessinnenbau ist vor kurzem auch ein „Dächlein“ auf einem Kamin installiert worden. Von den Störchen wurde hier nie gebaut – nur ausgeruht.

 

Fröhliche Pfingsten

Heidi Källner

 

 

eMail vom 15. Mai 2021 

 

 

Hallo zusammen, eine verkleinerte Bilderserie vom gestrigen Tag.

 

Hier habe ich jetzt eine Reihe Bilder. Wenn man mit der Maus draufgeht, erscheint der Standort vom Nest.

 

Die meisten Küken sind noch ziemlich klein – z.B. Schloßstrasse 2, Apotheke Traditionsnest, VHS die vier (dort sind 6 Nester aber nur in vier wurde gelegt, gebrütet und geschlüpft)Störche Sudetenstraße

 

Sudetenstrasse auf dem Mast scheint keine Familienplanung – Prinzessinnenbau Nest 1 sieht man 3 sehr kleine Küken – die VIER auf der Pfarrgasse 7 sind wohl die größten Küken. Auf dem Mast im Hofgarten sehe ich 3 Schlüpflinge.

 

Ledergasse 1, das Paar hatte ein Ei – aber danach sich nicht darum gekümmert . . .

 

Ledergasse 1  auf dem zweiten Kamin brütet jetzt ein neues Paar  zeigt das Dach von der Ledergasse 1 mit den beiden Kaminen.

 

Manggasse 3 der Giebel, es wird wohl gebrütet – Manggasse Kamin wird auf jeden Fall gebrütet.

 

Zwinger 5, es wird scheinbar auch gebrütet.

 

Das neue „Nest“ auf dem Giebel vom Dekanat. Die Störche bauen jetzt auf dem Dachfirst weiter. Heute war das Paar unterwegs – sie spielen also auch. Dagegen versucht das Paar vom Traditionsnest ein Nachgelege.

 

Entengraben: das Bild zeigt das Nest auf der Scheune – gut sichtbar von der Gartengasse aus – vom Kirchturm noch besser. Die Adresse lautet Entengraben 34a.

 

Auch das Nest auf dem Baum auf dem Parkplatz Entengraben ist vom Kirchturm aus ganz gut zu sehen.

 

Das Wagenrad auf der Pfarrgasse 11 zeigt ein Ei.

 

VHS (vorher war der Abweiser dort) zeigt 4 Küken. Sehen aber ziemlich „mickrig“ aus. Das gleiche Paar hat dort im letzten Jahr an dem gleichen Platz 3 Küken ausgebrütet. 

 

Auf dem Röttger Haus sieht man zwei noch sehr kleine Küken.

 

Georg Friedrich Steinmeyer Str. 1: kein Küken zu sehen.

 

Einen schönen Sonntag,

 

Grüßle

 

Heidi

 

PS.: Der Storchenwanderweg verändert sich immer wieder. Neue Nester werden gebaut – siehe Zwinger auf dem Kamin – alte Nester werden verlassen. Nicht in allen Nestern wird gebrütet:

 

 

eMail vom Oettingen am 15. Mai 2021

 

Wir wollen doch nur spielen – zwischen Stromleitungen und Andreaskreuzen (Storchenabweiser).

Und so ändern sich die Zahlen der Nester in Oettingen, der berühmten Storchenstadt im Land der Bayern, im schwäbischen Landkreis Donau – Ries.

 

Heute habe ich mal wieder die Zahl der Nester studiert. Die Zahl ist ja ok aber die Wirklichkeit sieht doch ganz anders aus. Denn – manches Nest ist nur der Aussicht und der Neugier wegen von den Glücksbringern geflochten und gebaut worden. Hin und wieder auch verteidigt, letztendlich als Ruhe – und Schlafplatz auserkoren.

 

Das erste Beispiel zeigt der Strommast in der Sudetenstrasse. Hier wird die Zukunft geplant, der Nestbau geübt, die Artgenossen beobachtet. Das gleiche Spiel zeigt das bequeme Nest auf dem Strommast in der Bachgasse.

 

Auf dem Dach der VHS inmitten der Stadt – auf der einen Seite die Schloßstrasse, auf der anderen Seite die Pfarrgasse – SECHS Nester thronen dort oben, aber nur 4 davon sind tatsächlich zu zählen. Vier Nester, vier brutwillige Paare und das mit Erfolg.

 

Also jetzt geht es ans Zählen, ja und das dauert . . .

 

 

 

Störche Prinzbau Nest 1 Störche Pfarrgasse 7

 

Störche Hofgasse Mast Störche Dekanat

 

Störche Ledergasse 1

 

Störche Manggasse 3 Giebel Störche Entengraben Parkplatz

 

 

 

 

Störche Apotheke Abweiser Störche VHS Nest 5

 

StörchePfarrgasse 11 Störche VHS Nest 6

 

Störche Röttger Störche Georg-Friedrich-Steinmeyer

 

Störche Georg-Friedrich-Steinmeyer

 

 

 

eMail vom 9. Mai 2021

 

 

Ein ganz besonderer Muttertag auf der Oettinger Dachlandschaft!

 

Storcheneltern

Frisch geschlüpft auf dem Giebel der VHS über der Pfarrgasse, ja und das Sonntag dem 9. Mai, am Muttertag. Staunend begrüßen die Altstörche ihren ersten Nachwuchs. Die meiste Zeit des Tages sitzt die Mutter oder der Vater auf dem frisch geschlüpften Küken. Ja und noch müssen drei weitere Eier bebrütet werden, denn bald könnte der „Erstling“ weitere Geschwister bekommen.

 

 

 

 

 

 

Störche

 

Bild Nr. 306 zeigt den Giebel am 24. März 2021

 

 

 

 

 

 

StörcheBild Nr. 102 zeigt den Giebel am 28. März 2021– das Foto rechts zeigt das Paar heute am 9. Mai 2021 mit ihrem ersten Küken.

 

 

 

 

 

 

 

Viele Grüße

Heidi Källner

 

 

eMail vom 28.04.2021

 

Guten Abend liebe Storchenfreunde,

 

Oettingen am 28. April 2021. Die kleine romantische Stadt, sie überrascht mich immer wieder.

Da wohnen die Glücksbringer still und zufrieden. Sie füttern, brüten, legen - oder machen gar nichts, rein gar nichts.

Störche 2021 

Zum Beispiel die VHS: 6 Nester thronen dort oben, nur VIER sind mit einem Gelege bestückt und richtig zu zählen. In der Bachgasse gilt das ebenso wie in der Sudetenstraße auf dem Strommast.

 

Dafür hat sich ein mutiges Paar – A4M28/ und ein unberingter Partner - mit spektakulärem architektonischem Können auf einer alten Scheune zwischen Efeu und wildem Wein ein wahres Kunstwerk als trautes Heim erschaffen. Es brütet fleißig, den erhabenen Blick über die eilenden Bürger der Umgebung gerichtet.

 

Der Nesterblick: Die ersten Küken sind geschlüpft, was für ein schöner Tag. Es wird gefüttert, gehudert, beschützt und gewärmt. Die ersten Bilder erzählen es.

 

Bald hätte ich es vergessen.... die Ledergasse Nr. 1 - auf diesem Schornstein liegt heute das erste Ei, hier wird gebrütet. In aller StilleStörche 2021 Störche 2021und mit gelassener Ruhe hat dieses Storchenpaar sich in kürzester Zeit eine Bleibe geschaffen.

 

Viele Grüße

Heidi Källner

 

 

 

 

 

 

 eMail vom 18.04.2021

 

Überraschung - Blick auf das Dach vom Treppenhaus vom Schloß in Oettingen. Bilder von heuteStorch mit meiner Kamera eingefangen von meinem Sohn Tobias aufgenommen. Das erste Ei ist hier zu sehen.

 

Auf dieses Dach geht eine Tür – bitte jetzt nicht mehr dort oben tätig werden. Das Storchenpaar fühlt sich dadurch sehr gestört. Zufällig hat mein Sohn dieses nicht ganz fertige Nest mit dieser Eiablage entdeckt. Jetzt heißt es ganz vorsichtig dort oben den / die Nesterblicke wagen. Wir können damit umgehen. Zum Glück ist dieser Kirchturm für Besucher geschlossen – für mich als Storchenbetreuerin aber sehr wichtig das Leben über Oettingen zu dokumentieren.

 

Da ich im Augenblick diese vielen Treppen nicht wagen kann/darf übernimmt Tobias manche meiner fotografischen  „Arbeiten“ aus der Höhe, und das mit vorsichtigem Blick. Die Vögel dürfen nicht gestört werden.

 

 

 

 

eMail vom 10.04.2021

 

Nesterstand am 10. April 2021

  1. Grafenfeld Strommast
  2. Bachgasse Strommast
  3. Gartengasse – Nisthilfe auf dem Strommast
  4. Gartengasse – Nest auf dem Strommast trotz Abweiserdach
  5. Schloßbuck alte Baywa
  6. Prinzessinnenbau Nisthilfe 1
  7. Prinzessinnenbau Nisthilfe 2
  8. Prinzessinnenbau Kamin = neu
  9. Georg-Friedridrich-Steinmeyer-Str. 1
  10. Georg-Friedridrich-Steinmeyer-Str. 3
  11. Georg-Friedridrich-Steinmeyer-Str. 5
  12. Mast im Hofgarten – war im letzten Jahr nicht besetzt – heute neu besetzt
  13. Schloßstraße 2 Kamin
  14. Dekanat Nisthilfe
  15. VHS am 10.4.2021 sind 5 fertige Nester – das 6. Nest ist fraglich, und auch das 5.Nest
  16. VHS
  17. VHS
  18. VHS
  19. VHS
  20. Pfarrgasse 7 Kamin mit Nisthilfe
  21. Pfarrgasse 11 Kamin mit Nisthilfe – daneben das Wagenrad ist fraglich
  22. Pfarrgasse 15 auf dem Kamin ohne Nisthilfe
  23. Pfarrgasse 14 Strommast
  24. Klosterplatz 1 auf dem Strommast trotz Abweiserdach
  25. Klosterplatz 6 Kamin ohne Nisthilfe
  26. Museumshof in der Baumkrone neben dem Parkplatz
  27. Apotheke in der Schloßstrasse Traditionsnest – der Versuch zum neuen Nest neben dem Abweiserdach wird nicht gelingen.
  28. Röttgerhaus Traditionsnest

    29. Manggasse – das Nest ist fertig – das Brüten kann beginnen.

    30. Anbau am Schloss

 

 

 

 

 

eMail vom 08.03.2021

 

Mit den Störchen kommt auch der Frühling,

 

wenn dann die Frühlingsgefühle auch noch „verrückt“ spielen, ja dann wird geturnt, geklappert und gefeiert. Das Wetter spielt dabei keine Rolle.

 

AF510, der männliche Glücksbringer und seine unberingte Partnerin, die beiden „bewohnen“ im Augenblick das Oettinger Traditionsnest auf dem Röttger Haus in der Schloßstrasse. Im Augenblick, ja und das heißt, dass sich schnell was ändern kann. Das Nest Nr. 1 auf dem Prinzessinnenbau ist eigentlich ihr ursprüngliches Zuhause seit ein paar Jahren.

 

Hier eine kurze Rückblende - so geschehen am 30. Juli 2019:

Ein toter Storch liegt in einem schmalen Gang neben dem Röttgerhaus. Der Verunglückte ist der seit 2009 auf dem Röttger Traditionsnest  brütende Schweizer HES SA786, geschlüpft 2005 in Möhlin/Aargau.

Es gab dort oben immer wieder Kämpfe zur Abwehr. Vermutlich ist da dieses Unglück geschehen.

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