Die Stadt Oettingen wird aus Spenden der Oettinger Bürger die bereits zwölfte Schule aus regionalen Mitteln bauen.

Schulbauprojekte in Afrika schlagen hohe Wellen

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In den ärmsten Regionen der Welt sollen durch Schulbildung neue Chancen geschaffen und somit Fluchtursachen entgegengewirkt werden – das ist die Kernidee von Landrat Rößles Initiative, die in ganz Deutschland Pilotcharakter hat. Denn jungen Menschen soll ermöglicht werden, durch bessere Bildung in ihrer Heimat Perspektiven zu erlangen, statt nach Europa zu flüchten.

 

AfrikaZu diesem Anlass fand am Mittwoch, 21. im Foyer des Oettinger Rathauses, der Startschuss zum Entwicklungshilfeprojekt der Stadt Oettingen statt. „Wir bauen eine Schule in Kenia, Kaasya“ verkündete Bürgermeisterin Petra Wagner voller Freude. Es handelt sich hierbei bereits um das 12. konkrete Schulbauprojekt, das mit Spenden aus unserer Region in Afrika umgesetzt wird. Unterstützung für ihr Vorhaben erhält die Bürgermeisterin durch eine Großspende der Oettinger Brauerei in Höhe von 20.000 €. Gesellschafterin Pia Kollmar erklärte enthusiastisch: „Für mich ist dieses Projekt deshalb so besonders, weil es von Oettingen aus gesteuert wird und sich dadurch ganz konkret eine Partnerschaft mit Kaasya in Kenia entwickeln kann.“ Auch der Oettinger Stadtpfarrer Dr. Manz fügte engagiert hinzu: „Allein durch unterschiedliche geplante Aktionen innerhalb der katholischen Kirche Oettingen wollen wir einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Projektes beisteuern. Wir haben die Verantwortung jetzt etwas zu tun!“ Der stellvertretende Landrat Reinhold Bittner sicherte hierzu auch die zusätzliche Unterstützung der evangelische Kirche in Oettingen zu.

 

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Doch auch wenn inzwischen zwölf konkrete Schulprojekte in verschiedenen Afrikanischen Ländern geplant sind, liegt zwischen Projektbeginn und dem tatsächlichen Bau einer Schule ein langer Weg. Denn erst wenn die Finanzierung gesichert ist, also der Baupreis von 54.000 € bereit steht, wird mit dem Bau der Schule begonnen. „Deshalb ist es besonders wichtig zu betonen, dass auch kleinste Spendenbeträge einen großen Beitrag für das Gelingen leisten“, so Landrat Stefan Rößle.



 

Neue Stelle am Landratsamt: Koordination Kommunaler Entwicklungszusammenarbeit

 

Nachdem unser ursprüngliches Ziel, bis zum Jahr 2020 insgesamt zehn Schulen in Afrika zu errichten, bereits durch Zusagen lokaler Firmen, Privatpersonen und Behörden in greifbare Nähe gerückt ist, wird die kommunale Entwicklungszusammenarbeit natürlich auch fortan von Seiten des Landratsamtes tatkräftig unterstützt.  Im Rahmen der Auftaktveranstaltung in Oettingen stellte sich die neue Koordinatorin für Kommunale Entwicklungszusammenarbeit am Landratsamt Donau-Ries, Dr. Franziska Sperling, vor. Frau Sperling wird unter anderem die laufenden Projekte im Bereich Schulbau in Afrika betreuen und darüber hinaus neue Initiativen im Rahmen der Kommunalen Entwicklungszusammenarbeit anstoßen. Geplant ist konkret im April ein erstes großes Netzwerktreffen, zu dem sich engagierte Akteure aus dem Landkreis über entwicklungspolitische Fragestellungen austauschen. Frau Sperling hat Kulturanthropologie/Ethnologie studiert und sich inhaltlich mit den Themen Migration, Integration und Entwicklungszusammenarbeit auseinander gesetzt. Auslandserfahrung konnte sie in Indien, Südafrika, Südostasien, Südkorea und verschiedenen europäischen Ländern sammeln. Im Anschluss an ihr Studium promovierte Frau Sperling im Rahmen der Themenbereiche Erneuerbare Energien und Klimaschutz. Wichtig für Ihre neue Aufgabe ist ihr daher auch, dass im Landkreis selbst das Verständnis für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen vorangetrieben wird. „Bei unserem Konsumverhalten und unserem Verbrauch von Lebensmitteln müssen wir zwangsläufig auch an andere Länder denken“, meint Frau Sperling kritisch und fügt hinzu: „Wir brauchen eine gerechte und faire Verteilung.“

 

 

Auch Sie können helfen:

Wenn Sie einen Teil zur Oettingen-Schule beisteuern wollen, richten Sie Ihre Spende bitte an das unten stehende Konto. Bei der Angabe Ihrer Anschrift sind Spendenquittungen möglich. „Alle Oettinger Bürger sind herzlich dazu eingeladen etwas Gutes zu tun und sich mit einer Spende zu beteiligen“, brachte Bürgermeisterin Petra Wagner ihre Vorfreude auf das Engagement der Stadt zur Geltung.

 

 

 Sparkasse Oettingen
Stichwort: „Schule für Afrika“
DE85722501600240100453

      

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