Rosa Seifert feiert im Zentrum für Betreuung und Pflege in Oettingen ihren 100. Geburtstag

Rosa Seifert

 

 

Rosa Seifert war nie ein Kind von Traurigkeit. Deshalb feierte sie ihren 100. Geburtstag trotz der Pandemie, allerdings mit leicht angezogener Handbremse.

 

An ihrem Ehrentag konnte die Jubilarin unter Einhaltung der Hygieneregeln aber nichts desto trotz einige Gratulanten empfangen. Gleich am Morgen ihres Ehrentages wurde Frau Seifert durch die Einrichtungsleitung Frau Härtle und ihrem Team mit einem Geburtstagsständchen, begleitet durch eine Veeh Harfe und einem Blumengruß überrascht.

 

Nach dem Mittagessen überbrachte der Bürgermeister der Stadt Oettingen, Thomas Heydecker seine Glückwünsche und bekam auch gleich ein kurzes Ständchen von der Jubilarin selbst zu hören. Warum? Ganz einfach…der Mittelpunkt ihrer Erinnerung ist die Musik. Als "geborene" Sopranistin singt Rosl Seifert leidenschaftlich schon ihganzes Leben lang, im Chor und auch sonst immer und überall. Am Nachmittag hatte dann die Familie die Möglichkeit mit ihr gemeinsam anzustoßen. Auf der Terrasse verteilt, schwingen und singen sie gemeinsam Lieder und schwelgen in vergangen Zeiten. Die Familie ist froh, dass sie sich freut und den Tag auch unter diesen Umständen so annimmt.

 

Geboren am 08. März 1921 in Gebirgsneudorf im Erzgebirge, Sudentenland, durfte sie eine glückliche Kindheit mit 6 weiteren Geschwistern erleben. Sie musste das Mittelgebirge 1949 verlassen und fand eine neue Heimat in Lauchheim. 1951 konnte sie hier ihre Jugendliebe Rudi heiraten, der nach sieben Jahren russischer Kriegsgefangenschaft zu ihr zurückkehrte. Von da an arbeitete sie bis 1980 bei Spielwaren Walter als Malerin. Mit großer Freude an ihrem Tun und meist singend, hat sie die Arbeitsstunden verbracht. 1959 erfüllte sich ihr größter Wunsch und ihre Tochter erblickte das Licht der Welt.

 

Die Natur zu beobachten, ob Flora oder Fauna, ist für sie, ebenso wie die Musik eine Offenbarung. So wie sie die Musik liebt, so liebt  sie jedes Kräutchen und jeden Baum. Sie kennt jeden Vogel an seinem Gesang. 

 

Ihr tiefer Glaube zu Gott, und daran, dass er uns behütet, hat sie durch so manches tiefe Tal geleitet. Krankheit und Tod so vieler geliebter Familienmitglieder und Freunde kann sie dadurch annehmen, ohne ihren Mut je zu verlieren.

 

Liebe und Güte, Humor in allen Lebenslagen, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft, Leidenschaft in all ihrem Tun. Sie hat es geschafft, ihr Leben zu einem Fest zu machen.

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