Katholische Pfarrkirche St. Sebastian

St. Sebastian

Die heutige katholische Pfarrkirche St. Sebastian hat ihren Ursprung in einem Blutwunder, das sich am Sebastianstag (20. Januar) 1467 an dieser Stelle ereignet haben soll.

 

Graf Ulrich (siehe die Statue im Turm) ließ eine Kapelle erbauen, die bald zu einer Kirche vergrößert wurde. Zeitweise existierte hier eine beachtliche Wallfahrt. St. Sebastian gilt als Schutzheiliger auch gegen die Pest und ist der Schutzpatron des Rieses.

 

Bis heute bringen die Wemdinger, begründet in einem Gelübde aus dem Jahr 1647, in einer großen Prozession alle 20 Jahre eine Pestkerze nach Oettingen, zuletzt 1992. Sie ist neben dem Pestbild von 1490 rechts neben dem Chor zu sehen, in der Krypta befindet sich eine Sebastiansreliquie.

 

Die Kirche selbst wurde in Folge der konfessionellen Aufteilung der Stadt 1563 zur katholischen Pfarrkirche. Mitte des 19. Jhs. wurde das Kirchenschiff wegen Baufälligkeit abgerissen und neu erbaut.

 

Das neugotische Altarensemble wurde 1963 entfernt und bei der Renovierung 2014 im Original wiederhergestellt. Sehenswert sind außerdem das gotische Pestbild um 1470/80 sowie die Wemdinger Pestkerzen in der Krypta.

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