AK Klimaschutz und Nachhaltigkeit: Helga Hummel auf dem Weg zu ihrer Ruhebank

Eine etwas andere Sichtweise auf das Müllproblem in Oettingen

 

„Was ist denn des scho widdr?“ empörte sich Helga Hummel auf ihrer Blütentour am Wegrand beim Oettinger Gymnasium. „Scho widdr bewirft mi oiner von denne daherglaufne Zwoibeiner mit em hoißa Ziggrettenstummel. Erschd letschdens hab i mer dabei es hoibadde Fell angsengt.“ Helga konnte schon beinahe ahnen, welch schlimmer Anblick ihr wieder bevorstand beim Erreichen der eigentlich so gemütlichen Bank mit der schönen Aussicht auf Südwest. 

 

Unterwegs begegnete ihr Rudi Regenwurm, der gerade damit beschäftigt war, sich um eine liegengebliebene Plastikverpackung herumzuschlängeln. „Hey Rudi, isch alles klar bei dir?“ „Hm, die bleeda Menscha rega mi scho widdr auf. Nix als Dreck und Müll hinterlossa dia.“ Von der Wiese her gesellte sich nun auch Horst Hebbagoaß zu den beiden. „Man, schaut euch des amol an“, deutete er mit einem seiner vielen Arme und Beine in Richtung Böschung. Die beiden Freunde erblickten bei näherem Hinsehen leere Bierdosen, ausgetrunkene Wein- und Schnapsflaschen und jede Menge Glasscherben. „Unseroins hot ja do debbai koi Gfahr, aber wenn i an die andern Viecher denk, die do mit ihre Kinderle vorbeikumma.“ 

 

Wie gerufen erschien neben der menschlichen Müllkippe Hilmar Hase mit seiner Frau Helma und den beiden Kindern Hans und Heidi. „Bassds auf, Glasscherba!“ riefen die drei kleinen Tiere der Familie zu. Hilmar rollte mit den Augen und beruhigte „ja, ja, i woiß scho. Is ja ned es erschde Mol. Dia Menscha sin unverbesserlich. Als däd unser Planet denne alloi ghöra.“ Vom Gymnasium her fand sich jetzt auch Siggi Storch ein. „Hi Leutle, i muss aich was zeiga. I bin grad über unser Bank gfloga. Des meassts aich agschoba.“ „Dohin simmer eh unterwegs“, antwortete Helga Hummel. Der ganze Trupp machte sich auf den Weg zur Bank. Geschockt blieben sie einige Meter vor ihrem Ziel stehen. „Des isch ned bloß rücksichtslos, des isch wirgli ono absolut deppert und dumm“, murmelte Horst Hebbagoaß heftig mit dem Kopf schüttelnd. Rund um die Bank fanden sich Flaschen, Scherben, Kippenstummel, leere Pizzakartons, Plastikmüll Tetrapaks und vieles mehr. „Dia verrückte Zwoibeiner nenna si die Spitze der Evolution, abbr in meine Ocha sin dia des Dümmschde, was die Natur je vorbracht hot“, stellte Hilmar Hase fest. 

 

Aufmunternd entgegnete Siggi Storch: „Ned alle sin so. Es gibt do dia Grupp, dia an alle Bänk verschließbare Aschabecher abrocht hot.“ Aus dem Gebüsch war ein höhnisches Lachen zu hören. „Was bringt des, wenn dia Aschabecher von denne andre Deppa dauernd mutwillig kabbud gmacht werra?“ Es war Almut Ameise, die jetzt vom Hügel her aus den Büschen kam. „Ja mei“, hörte man Helga Hummel sagen, „wahrscheinlich hosch recht. Abbr i will d‘Hoffnung ned aufgeba, dass si vielleicht irgendwann amol die Vernunft durchsetzt und dia Menscha afanga ihr Umwelt sauber z‘halta und auf uns andre Lebewesa z‘achta.“ Traurig schlenderten die Freunde weiter Richtung Steinerbach.

 

Liebe Eadier, nehmt euch unsere kleine Geschichte zu Herzen und respektiert das Engagement anderer Mitbürger. 

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