Das Erinnern an die Opfer von Kriegen hat in der Stadt Oettingen schon eine lange Tradition. Bereits 1872, nach dem Deutsch-Französischen Krieg wurde die Friedenseiche gepflanzt.

Das Wachhalten der Erinnerung – eine zentrale Aufgabe der SRK

Gruftgarten

Mitglieder der Oettinger Soldaten- und Reservistenkameradschaft säuberten kürzlich das Kriegerdenkmal im Gruftgarten.

 

 

 

Unter dem Eindruck des 1. Weltkrieges entstanden in der Folgezeit überall in Deutschland Denkmäler, um an die Opfer des Krieges zu erinnern. Auch in Oettingen wurde zum 50. Jahrestag der Vereinsgründung am 13. Mai 1923 vor dem Schloss ein Kriegerdenkmal unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eingeweiht. Bis 1974 verblieb das Denkmal auf dem Schlossplatz. Wegen des gestiegenen Verkehrsaufkommens wurde es dann auf das Gelände des heutigen Gruftgartens verlegt. Mittlerweile haben Witterung und Umwelt­einflüsse das Aussehen des Denkmals deutlich in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb entschloss sich die Vorstandschaft der SRK das Denkmal zu säubern und wieder in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. Mit der Hilfe des städtischen Bauhofes wurde innerhalb eines Tages das Denkmal von Robert Feiger, Josef Ruhland und Werner Paa mit einem Hochdruckstrahler gesäubert und die Inschriften erneuert.

 

Seit mehr als einem Jahrzehnt bemüht sich die SRK bereits verstärkt um den Erhalt der Denkmäler und um die Erinnerung an die Opfer der Kriege nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Allein in Oettingen waren in den beiden Weltkriegen weit über 200 Gefallene und Vermisste zu beklagen, hinzu kommen noch die 200 Opfer des verheerenden Luftangriffes im Februar 1945. Ein gewaltiger Blutzoll, den die kleine Stadt zu entrichten hatte!

 

Im Jahre 2008 wurde das von der SRK neu erbaute Denkmal auf dem ehemaligen Militärflugplatz im Oettinger Ortsteil Heuberg eingeweiht. Seither wurden dort fast 100 Führungen mit Erläuterungen der dort statt­gefundenen Ereignisse für die Bevölkerung durchgeführt. Positiv ist die Tatsache zu bewerten, dass die Geschichtslehrer der Schulen und auch Schulklassen diese Möglichkeit nutzten.

In der städtischen Friedhofskapelle wurde 2015 zur Erinnerung an den Bombenangriff ein Kreuz errichtet, das aus Bombensplittern besteht. Im Ortsteil Nittingen musste das dortige Denkmal saniert werden, da die Inschriften mit den Namen der Gefallenen kaum mehr lesbar waren. Im Jahre 2017 wurde in einer Grünanlage an der Oettinger Wörnitzbrücke eine weitere Gedenkstätte errichtet, die mit Bildern an den schrecklichen Bombenangriff erinnern soll.

 

 

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