Heuberg

Wappen Heuberg

 

Im Nordries auf einer Höhe von 422 Metern liegt die Ortschaft Heuberg. Urkundlich ist Heuberg 1223 erstmals erwähnt. Die Grundherrschaft war zum größten Teil bei den Grafen von Oettingen. 1539 wurde der Ort reformiert. Die Kirche, dem Apostel Bartholomäus geweiht, ist im 14. Jahrhundert erbaut worden. Bei der Renovierung 1954 entdeckte man farbenfrische Fresken aus der Erbauungszeit.

 

Im Westen Heubergs entstand 1934 ein Einsatzhafen I. Ordnung, der im Zweiten Weltkrieg Ziel mehrerer Fliegerangriffe war. Bis 1963 waren dort Flüchtlinge und Heimatvertriebene untergebracht. Heute werden die noch bestehenden Gebäude vom Kreisbauhof genutzt. Nach 1945 diente das Gelände als Lager für amerikanische Truppen. Auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes wurde im Frühjahr 2008 eine Gedenkstätte errichtet, die an das Schicksal der Soldaten und Zivilisten, aber auch an die gefallenen amerikanischen Soldaten sowie an die sowjetischen Kriegsgefangenen und Heimatvertriebenen im ehemaligen Lager Heuberg  erinnern soll.

 

Heuberg ist seit dem 1. Juli 1973 in die Stadt Oettingen eingemeindet. Zu Heuberg gehört der Mörsbrunner Hof, der im Lauf der Zeit häufig seinen Besitzer wechselte: Bis 1270 oettingisch, ging er als Geschenk des Grafen Ludwig an seine Klosterstiftung Kirchheim; 1666 kaufte das Haus Oettingen den Hof zurück. Später kam er in Privathand und teilweise an das Stiftskapitel Ellwangen. Von 1783 bis 1958 war er ein Domanialgut des fürstlichen Hauses  Wallerstein und ist nun, auf etwa 50 Hektar verkleinert, im Eigentum der Familie Blind.

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