Diese Menschen braucht der Staat

Integrationstreff 2

Integrationscafe

Der Integrationspreis der Regierung von Schwaben wird seit dem Jahr 2008 im Rahmen des Programms "Aktion Integration" der bayerischen Staatsregierung vergeben. Der Preis wird für die erfolgreiche Arbeit auf dem Gebiet der Integration von Migranten in die Gesellschaft verliehen.

 

 

Dass Fußballnationalspieler heute nicht mehr nur Thomas und Bastian, sondern auch Mesut oder Jerome heißen, ist Normalität geworden. Doch im Alltag erleben viele Migranten noch immer Ausgrenzung und Benachteiligung. Und weil Integration vor allem vor Ort stattfindet, vergibt die Regierung von Schwaben seit dem Jahr 2008 einen Preis, um gelungene Beispiele für erfolgreiche Integrationsarbeit zu würdigen.

 

"Ein Staat braucht Menschen wie Sie, die uneigennützig an der Verbesserung des sozialen Umfelds mitarbeiten und damit Vertrauen zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund schaffen", sagte Regierungspräsident Karl Michael Scheufele bei der Verleihung. Vier Projekte aus Schwaben wurden mit dem Integrationspreis ausgezeichnet und mit insgesamt 5.000 Euro bedacht.

 

  • Haus International in Kempten: Alle Menschen der Stadt sollten sich begegnen können - das war der Grundgedanke im Jahr 1982, als der Trägerverein des Hauses International seine Arbeit aufnahm. Heute ist das Haus ein beliebter Ort für Feste, KOnzerte, Ausstellungen und andere Veranstaltungen. "Das Zusammenleben in Kempten ist gewachsen", sagt Rudi Goschler vom Haus International. Der Verein bietet unter anderem eine Hausaufgabenhilfe an und unterstützt Migranten in vielen Lebenssituationen.

 

  • Integrationstreff in Oettingen: Vor fünf Jahren erkannten Annemarie Leigart, Martha Obel und Inge Meyer, dass die Teilnehmerinnen des Volkshochschulseminars "Mama lernt Deutsch" auch außerhalb des Kurses zusammenkommen wollten. Mittlerweile finden diese Teffen mit der ganzen Familie wöchentlich statt. Der kulturelle Austausch geschieht auch bei Festen und gemeinsamen Freizeitaktivitäten. Asylbewerber aus dem Oettinger Heim werden ebenfalls durch den Integrationstreff unterstützt.

  • Biz Hepimiz in Augsburg: "Wir alle" - das heißt auf türkisch "Biz Hepimiz" und ist ein Magazin für Augsburg und Schwaben. Das Heft liegt kostenlos an vielen Stellen aus und informiert auf türikisch und deutsch über Ereignisse und Veranstaltungen aus der Region. Es soll Menschen mit geringen Deutschkenntnissen an die Geschehnisse in ihrem Umfeld heranführen.

 

  • Internationaler Literaturclub Günzburg: "Nur zu arbeiten war mir zu langweilig", sagt Antonia Kostretska. Anspruchsvolles für Migranten schaffen - so entstand vor vier Jahren der Internationale Literaturclub, der durch Kunst und Literatur den Dialog der Kulturen fördert.

 

 

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